Die Weihrauchstrasse
Reisetipp von Charlotte Peter
Noch vor kurzem war die Strasse von Jemen in den Oman für Ausländer gesperrt. Nun ist sie offen und so habe ich zusammen mit der Jemen Spezialistin Liliane Hidber und unserem jemenitischen Freund Jamileh das kleine Abenteuer gewagt. Zugegeben, die Fahrten durch die Wüste waren zum Teil recht lang. Auch mussten wir zweimal mit bescheidener Funduk-Übernachtung Vorlieb nehmen. Doch es hat sich gelohnt.
Wir erlebten zwei völlig gegensätzliche Gesichter von Arabia Felix, den noch mittelalterlich geprägten Jemen mit seinen überreich geschmückten Wohntürmen und den an 1001 Nacht gemahnenden Bazars und dann das reiche, noble Oman.
Wir wohnten in Seyun im einzigen, ganz aus Lehm erbauten Luxushotel des Jemen und in Muscat im wahrhaft spektakulären Chedi Hotel, gepriesen als eines der schönsten Hotels der Welt.
Wir schnupperten allüberall Weihrauch, kauften in einem kleinen Fischerdorf einen prächtigen Lobster, besuchten den Hersteller des Amouage Parfums, das in echten Goldfläschchen angeboten wird, streiften durch den Tempel der Königin von Saba, dachten im Anblick von Daus (alte Handelsschiffe) an Sinbad den Seefahrer - und beschlossen, im kommenden Frühjahr eine Gruppenreise über die Weihrauchstrasse zu organisieren.
Nicht empfehlen können wir dagegen individuelle Touren durch die Wüste. Die Strassen sind kaum angeschrieben und wenn, dann arabisch, wir brauchten 60 Passagierscheine! die bei den Checkpoints mit genauen Angaben versehen werden mussten - natürlich auch auf Arabisch. Zudem soll es abseits der grossen Routen noch immer unsichere Gegenden geben.
